Auf einen Blick Als ältestes erhaltenes Bauwerk Magdeburgs beherbergt die romanische Klosteranlage aus dem frühen 11. Jahrhundert seit 1975 ein Museum für internationale Gegenwartskunst und Skulptur. Auf fünf Etagen treffen Positionen der Kunst nach 1960 sowie historische Plastik aus Antike, Mittelalter und Moderne auf Kreuzgang, Tonnengewölbe und die einmalige Tonsur. Rund 50 Arbeiten stehen im Skulpturenpark, der das Gebäude bis zur Elbe umgibt. Das Ensemble zählt zu den Höhepunkten der Straße der Romanik.
Inmitten der Landeshauptstadt Magdeburg liegt das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen – ältestes erhaltenes Bauwerk Magdeburgs und zugleich wichtigster Ausstellungsort für Gegenwartskunst und Skulptur in Sachsen-Anhalt. Architektur und Nutzungsgeschichte des Gebäudes spiegeln in einmaliger Weise die wechselvolle von Blüte, Zerstörung und Wiederaufbauwille geprägte Historie der Stadt wider. Außergewöhnlich und spannungsreich zugleich ist die singuläre Situation eines Kunstmuseums in einem romanischen Gebäudekomplex. Den Sammlungsbestand und die Sonderausstellungen zur Kunst der Gegenwart in der romanischen Architektur zu präsentieren bedeutet Konfrontation, Auseinandersetzung und Bezugnahme von Gegenwart und Vergangenheit, ermöglicht den Vergleich und die Erkenntnis von Korrespondenzen und Brüchen. Nicht das lückenlos Museale vergangener Epochen, sondern die Kunst als lebendiges, zeitabhängiges, changierendes System steht im Mittelpunkt von Sammlung und Ausstellungen. Durch den bewussten Verzicht auf vorgegebene Laufrichtungen durch Architektur, Kunstsammlung und Sonderausstellungen bleibt für die Besucherinnen und Besucher die besondere Raumerfahrung als Chance für ein modernes Rezeptionsverhalten.
Kunst auf fünf Etagen
Seine einzigartige Charakteristik gewinnt das inmitten der Landeshauptstadt Magdeburg gelegene Museum aus der Verbindung zeitgenössischer Kunst mit mittelalterlicher Architektur. Die Räume des Museums befinden sich in einer romanischen Klosteranlage, die Anfang des 11. Jahrhunderts errichtet wurde und zur „Straße der Romanik“ gehört. 1975 eröffnet, blickt das Kunstmuseum inzwischen auf eine über vierzigjährige Sammlungs- und Ausstellungsgeschichte zurück. Auf insgesamt fünf Etagen werden wichtige Positionen der internationalen Kunst nach 1960, historische Skulptur aus Antike, Mittelalter, Moderne und insbesondere dem 20. Jahrhundert sowie der Gegenwartskunst gezeigt. Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm durch wechselnde Sonderausstellungen, die internationale Gegenwartskunst präsentieren. Letztere widmen sich ausgewählten Themen oder geben Einblick in das Werk richtungsweisender zeitgenössischer Künstler. Werke der Sammlung werden in den drei Gewölben und dem Dachgeschoss des Nordflügels gezeigt. Weitere Arbeiten haben ihren Platz im weitläufigen Skulpturenpark gefunden, der das Gebäude umschließt und zum Verweilen einlädt.
Architektur des ehemaligen Klosters
Seit dem Jahr 2006 ist das Museum durch einen Rundweg von allen Seiten für Besucher zugänglich. Im Inneren laden der Kreuzgang, die einmalige Tonsur, die elegant gewölbte Basilika und weitere Räume zum Betrachten und Verweilen ein. Das Gebäude des Kunstmuseums Magdeburg Kloster Unser Lieben Frauen gehört zu den „Perlen“ der sachsen-anhaltischen Route „Straße der Romanik“. Noch immer beeindruckt die fast 1000 Jahre alte architektonische Schönheit im Zentrum der Stadt Magdeburg ihre Besucherinnen und Besucher. Dazu gehören die markante Turmgruppe und die sich daran anschließende Kirche mit dem 2022 wiedererrichteten Kreuzrippengewölbe, der malerische Kreuzgang mit der einzigartigen Tonsur, die faszinierenden Tonnengewölbe im Nordflügel, die das Museum für verschiedene Ausstellungen und Veranstaltungen nutzt und viele andere Details.
Skulpturenpark
Um das Kunstmuseum herum befindet sich zudem ein Skulpturenpark. Dieser geht auf die späten 1980er Jahre zurück: Den Freiflächen, die sich vom Breiten Weg bis an die Elbe erstrecken, sollte eine attraktive Bestimmung gegeben und gleichzeitig ausgewählte Kunstwerke der Sammlung einer erweiterten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Entstehungszeit der ca. 50 Skulpturen spannt sich von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart. Neben dem historisch zu bezeichnenden Bestand von repräsentativen Bronzeplastiken der DDR aus der Zeit vor 1989 setzen heute neuere Werke der internationalen Gegenwartskunst den eigentlichen Schwerpunkt.