Das Steinzeitdorf Randau Magdeburg führt Besucherinnen und Besucher in eine Zeit zurück, die den Grundstein für das heutige Leben in Mitteleuropa legte.
Inmitten der Elbaue gelegen und direkt am beliebten Elberadweg Hamburg–Dresden erreichbar, vermittelt das Freilichtmuseum anschaulich, wie die ersten Ackerbauern und Viehzüchter vor mehreren Jahrtausenden lebten, arbeiteten und ihre Siedlungen errichteten.
Rekonstruierte Häuser und lebendige Geschichte
Ausgangspunkt der Anlage sind archäologische Funde eines rund 4.500 Jahre alten Pfostenhauses der Schönfelder Kultur. Auf dieser Grundlage entstanden Rekonstruktionen verschiedener Gebäude aus der Jungsteinzeit. Besonders bemerkenswert ist das nachgebildete Langhaus der linienbandkeramischen Kultur, das auf einem über 7.500 Jahre alten Fund aus der Magdeburger Börde basiert und als eines der ältesten bekannten Hausmodelle Mitteldeutschlands gilt.
Die Gebäude wurden mit historischen Techniken errichtet und sind mit Werkzeugen, Waffen sowie Alltagsgegenständen ausgestattet. Ein Kräutergarten mit einst genutzten Kulturpflanzen ergänzt das Bild des steinzeitlichen Lebens.
Zwischen Elbaue, Archäologie und Baukultur
Das Steinzeitdorf verbindet gleich mehrere Erlebnisprofile der Stadt Magdeburg. Als Teil der grünen Freizeitmetropole an der Elbe liegt es in einer naturnahen Umgebung und bietet gleichzeitig spannende Einblicke in die Kulturgeschichte der Region. Für kulturinteressierte Städtereisende eröffnet sich hier eine seltene Gelegenheit, frühe Bauformen, Siedlungsstrukturen und Lebensweisen direkt vor Ort nachzuvollziehen.
Neben steinzeitlichen Gebäuden erinnert auch ein rekonstruiertes mittelalterliches Grubenhaus an die lange Besiedlungsgeschichte Sachsen-Anhalts und verdeutlicht die Entwicklung von Lebens- und Arbeitsräumen über viele Jahrhunderte hinweg.
Geschichte mit allen Sinnen erleben
Das Besondere am Steinzeitdorf Randau Magdeburg ist sein praktischer Ansatz. Besucher können historische Techniken kennenlernen, den Umgang mit Speer und Bogen ausprobieren oder traditionelle Handwerksformen entdecken. Besonders beliebt ist der Lehmbackofen, in dem täglich frisches Brot nach ursprünglichen Verfahren gebacken wird. Dadurch wird Geschichte nicht nur sichtbar, sondern auch unmittelbar erfahrbar.