Warum Magdeburg

Die Stadt liegt nicht am Fluss. Sie liegt zwischen seinen Armen.

An der Rotehornspitze teilt sich die Elbe. Der Hauptstrom zieht westlich an der Altstadt vorbei, am Petriförder, am Domfelsen, an den Elbtreppen unter dem Dom. Der zweite Arm, die Alte Elbe, läuft östlich daran vorbei, ruhiger, mit Angelplätzen und dem Cracauer Wasserfall. Dazwischen liegt der Werder: eine Insel, groß genug für einen Park, eine Stadthalle und einen Rundweg von rund fünf Kilometern.

Von dort aus lässt sich der Fluss in beide Richtungen ablaufen. Nach Norden zum Herrenkrugpark, den Peter Joseph Lenné 1829 an das Tor zu den Elbauen gesetzt hat, und weiter zum Wasserstraßenkreuz, wo die längste Kanalbrücke Europas den Mittellandkanal auf 918 Metern über die Elbe trägt. Nach Süden zum Klosterbergegarten, dem ersten Volksgarten im deutschsprachigen Raum, und hinaus in den Auwald der Kreuzhorst. Der Elberadweg begleitet das Ganze auf mehr als 20 Kilometern quer durch die Stadt.

Diese Seite führt an das Wasser: welche Orte direkt am Ufer liegen, wie man übersetzt, wo man einkehrt, was in den Auen lebt – und wo die Stadt aufhört und die Landschaft anfängt.

Elberadweg durch die Stadt
über 20 Kilometer am Ufer
Rundweg auf dem Werder
rund 5 Kilometer
Stadtwanderung am Wasser
8,9 Kilometer, Herrenkrug bis Klosterbergegarten
Kanalbrücke über die Elbe
918 Meter, die längste Europas
Schiffshebewerk Rothensee
weltweit das einzige in Betrieb
Herrenkrugpark am Tor zu den Auen
seit 1829, rund 150 Gehölzarten

Alle Angaben von den Ortsseiten dieser Website, Stand 2026

Der Fluss

Zwei Arme, eine Insel

An der Rotehornspitze teilt sich die Elbe in Hauptstrom und Alte Elbe. Dazwischen liegt der Werder – eine Insel, groß genug für einen Park, eine Stadthalle und einen Rundweg von rund fünf Kilometern. Wer den Fluss verstehen will, läuft einmal um sie herum.

Strandbar Magdeburg am Elbufer: Sandstrand mit Liegestühlen, weißen Pagodenzelten und Schirmen, dahinter die Wallonerkirche, rechts ein Fahrgastschiff IMG Sachsen-Anhalt, Felix Paulin

Stromelbe – das Altstadtufer

Der Hauptstrom zieht westlich an der Altstadt vorbei. Am Petriförder legen die Schiffe der Weißen Flotte ab, daneben liegt der Nachbau einer Schiffmühle im Wasser. Flussabwärts führen die Elbtreppen am Domfelsen hinunter ans Wasser, dahinter steht der Dom. Im Sommer ist der Uferstreifen Strandbar, Treffpunkt und Aussichtspunkt in einem.

Zur Historischen Schiffmühle
Stadtpark Rotehorn im Abendlicht: Albinmüller-Turm und Stadthalle über den Baumkronen, davor Trauerweiden am Adolf-Mittag-See Lehmann, www.magdeburger-platte.de

Der Werder – die Insel in der Stadt

Zwischen den beiden Elbarmen liegt der Stadtpark Rotehorn: weite Wiesen, alte Baumgruppen und ein Rundweg von rund fünf Kilometern, von dem aus sich immer wieder neue Blicke auf Fluss und Stadt öffnen. Dazu die Bauten der Moderne – der Albinmüller-Turm und die stützenfreie Hyparschale von Ulrich Müther.

Zum Stadtpark Rotehorn
Steinerne Bank mit gerollten Lehnen auf einer Löwenzahnwiese im Herrenkrugpark, dahinter alter Baumbestand Gartenträume Sachsen-Anhalt e.V., Stephanie Elgert

Alte Elbe und Auen – die stille Seite

Der östliche Arm ist der ruhigere: kaum Schiffsverkehr, dafür Angelplätze, Wiesen und der Cracauer Wasserfall. Weiter nördlich beginnt am Herrenkrugpark das, was hier seit 1829 „Tor zu den Elbauen“ heißt – ein Landschaftsgarten von Peter Joseph Lenné mit rund 150 Gehölzarten.

Zum Herrenkrugpark
Am Ufer

Orte, die am Wasser liegen

Vom mittelalterlichen Wehrturm bis zum ersten Volksgarten im deutschsprachigen Raum: Diese Orte liegen alle in Sicht- oder Gehweite der Elbe. Ein Stück weiter nördlich schließt der Wissenschaftshafen an – ein eigenes Kapitel Elbgeschichte mit Kettenschleppdampfer und Hubbrücke.

Luftbild der Kanalbrücke des Wasserstraßenkreuzes: ein beladenes Frachtschiff fährt im Trog über die Elbe hinweg
Im Norden

918 Meter über die Elbe

Nördlich der Stadt kreuzen sich Mittellandkanal und Elbe. Die längste Kanalbrücke Europas führt den Schiffsverkehr auf 918 Metern über den Fluss, getragen von rund 24.000 Tonnen Stahl. Zur Anlage gehören die Sparschleuse Rothensee, die Doppelsparschleuse Hohenwarthe und das historische Schiffshebewerk Rothensee.

Das Hebewerk wurde 2006 stillgelegt und hebt seit 2013 saisonal wieder Schiffe – als weltweit einziges Schwimmerhebewerk in Betrieb. Das Übersetzen lässt sich vom trockenen Ufer aus verfolgen. Entlang der gesamten Anlage verläuft der Elberadweg.

Zum Wasserstraßenkreuz
Auf dem Wasser

Die Stadt vom Fluss aus sehen

Vom Petriförder starten Rund- und Linienfahrten, beliebt sind die Touren zum Wasserstraßenkreuz. Wer selbst aufs Wasser will, leiht Kanus am „Schweizer Haus“ im Stadtpark Rotehorn oder ein Tretboot auf dem Adolf-Mittag-See.
Übersetzen

Über die Elbe kommen

Zwei Fähren, drei Innenstadtbrücken und zwei Stege für Fußgänger und Räder verbinden die beiden Seiten des Flusses.

Zwei Fähren verbinden die Ufer dort, wo keine Brücke steht. Die Motorfähre „Bernburg“ setzt zwischen Buckau und dem Stadtpark Rotehorn über, die Gierseilfähre zwischen Westerhüsen und der Kreuzhorst – sie nimmt Personen, Fahrräder und Hunde mit.

Saison 2026: 21. März bis 25. Oktober, Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr, Mittagspause 12:30–13:00 Uhr, montags Ruhetag. Letzte Abfahrten am frühen Abend – vor der Rücktour auf den Aushang schauen.

Die Brücken: In der Innenstadt führen Sternbrücke, Neue Strombrücke und Jerusalembrücke über den Strom. Für Fußgänger und Radfahrende kommen zwei Stege dazu: der Herrenkrugsteg im Norden, eine der längsten Hängebrücken für Fußgänger in Deutschland, und die Brücke am Cracauer Wasserfall, die vom Stadtpark auf die Cracauer Seite führt.

Zur Radtour an der Elbe
Natur

Wo die Stadt aufhört

Zwischen den Uferwegen bleibt viel Platz für das, was von selbst da ist: Auenwiesen, Altarme, Schilfkanten.

Südlich der Stadt liegt das Naturschutzgebiet Kreuzhorst, ein Auwald direkt am Fluss und Rückzugsort für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Zu erreichen ist es über den Elberadweg oder mit der Gierseilfähre von Westerhüsen aus.

Nördlich schließen die Elbauen am Herrenkrug an: weite Wiesen, Altwasser und alte Baumbestände zwischen Park und Fluss.

Was hier lebt: Schwäne und Enten stehen ganzjährig am Ufer, Graureiher stehen reglos in den Flachwasserzonen, an den Weiden finden sich Biberspuren. Am ruhigsten – und mit den besten Chancen – ist es früh morgens und in der letzten Stunde vor der Dämmerung, abseits der Promenade auf der Seite der Alten Elbe.

Zur Radtour Natur und Elbauen
Geheimtipp

Eine Salzquelle mitten auf der Insel

An der Spitze des Stadtparks Rotehorn, dort wo sich die Elbe in Hauptstrom und Alte Elbe teilt, tritt salzhaltiges Wasser an die Oberfläche. Viel zu sehen ist nicht: eine feuchte Stelle im Gras, eine andere Vegetation als ringsherum. Genau deshalb steht sie unter Naturschutz – Salzstellen im Binnenland sind selten, und die Pflanzen, die dort wachsen, wachsen sonst an der Küste.

Die meisten laufen daran vorbei. Es sieht aus wie eine nasse Stelle im Gras – und ist der Grund, warum dieser Teil der Insel unter Schutz steht.

Lage
An der Spitze des Stadtparks Rotehorn, am Ende des Rundwegs
Beste Zeit
Frühjahr bis Herbst, wenn der Rundweg trocken ist
Anreise
Straßenbahn bis Stadthalle, weiter zu Fuß über den Rundweg
Zum Stadtpark Rotehorn
Gut zu wissen

Bevor Sie ans Wasser gehen

01

Anreise und Parken

Die Straßenbahn hält an beiden Enden: Stadthalle für den Werder, Herrenkrug für die Auen im Norden. Für den Uferweg lohnt es sich, das Auto stehen zu lassen – Start und Ziel der Stadtwanderung liegen bewusst an der Bahn.

02

Barrierefrei am Ufer

In der Innenstadt sind die Uferwege gepflastert und eben, mit Sitzgelegenheiten in kurzen Abständen. Welche Wege, Toiletten und Einstiege geprüft sind, steht auf der Themenwelt Barrierefrei.

Magdeburg barrierefrei
03

Mit dem Rad am Fluss

Der Elberadweg verläuft auf mehr als 20 Kilometern direkt durch die Stadt und ist durchgehend ausgeschildert. Streckenprofile, Etappen und der Fahrradservice vor Ort stehen in der Themenwelt Radfahren.

Radfahren in Magdeburg
04

Übernachten am Wasser

Wohnmobilstellplätze gibt es am Petriförder mitten in der Stadt und am Yachthafen im Winterhafen, Campingplätze im Umland entlang der Elbe. Plätze in der Saison möglichst vorher reservieren.

05

Fähren fahren nur in der Saison

21. März bis 25. Oktober 2026, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Mittagspause 12:30 bis 13:00 Uhr, montags Ruhetag. Wer zurück muss, plant die letzte Abfahrt ein.

06

Kleinigkeiten am Weg

Der Zeitzähler und die Elbtreppen am Domfelsen, die Elbschaukel an der Hubbrücke, das Fahnenmonument der Völkerfreundschaft und die Skulpturen entlang der Promenade – lauter kleine Halte, die niemand ansteuert und alle mitnehmen.

Mit Guide

Die Elbe mit Führung

Die Führung entlang der Elbe erzählt Magdeburgs Geschichte und Architektur direkt am Wasser. Wer die Stadt lieber vom Fluss aus sieht, kombiniert bei der Stadtrundfahrt zu Land und zu Wasser beides.

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